Home Daily Life Saft-Kur – eine Auszeit für den Körper (Teil 2)

Saft-Kur – eine Auszeit für den Körper (Teil 2)

written by Desiree

5 Tage nur Säfte und Wasser trinken?!

I DID IT!

5 Tage voll mit Kau-Entzug, Hungergefühle, Gelüsten, viel Schlaf, Energie, Durchhaltevermögen und Gedanken ans aufgeben.

Wer hätte es gedacht… Ich habe die 5 Tage wirklich komplett durchgezogen. Und ich muss sagen: das war wirklich eine krasse Erfahrung! Wie ich die ersten 3 Tage der Saft-Kur erlebt habe, könnt ihr in meinem ersten Teil nachlesen. Jetzt möchte ich euch über die letzten 2 Tage berichten. Und eins schonmal vorab: es wurde nicht leichter 😉

Am vierten Tag habe ich mich wirklich super gut gefühlt. Ich war energiegeladen und extrem gut gelaunt.  So starte ich natürlich am liebsten in den Tag. Die ersten 2 Säfte konnte ich auch noch gut trinken. Vor allem den zweiten, Catie Carrot. Mein Lieblingssaft. Immernoch 😉 Ab dann wurde es schon kritischer. Der dritte Al Avoca war mir irgendwann einfach zu schwer. Der lag mir ziemlich schwer im Magen. Rote Beete konnte ich schon wieder etwas besser trinken. Der fünfte, Kalvin Kale war zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr so mein Liebling. Und den letzten habe ich ja sowieso nicht getrunken. Um den Tag kurz zusammen zu fassen: Es war schon ein Stückweit Zwang dabei, die Säfte runter zu bekommen.

Der fünfte Tag. Montag. Mir ging es leider nicht so gut. Und das lag nicht daran, dass es Montag war. Ich bin schon mit einem mega Hungergefühl und wackeligen Beinen aufgewacht. Gar nicht cool. Im Büro waren sie ganz begeistert, dass ich die Saft-Kur immer noch durchziehe. Aber leider hat mich das auch nicht aufgemuntert. Also habe ich mir den ersten Saft reingewürgt. Und ganz ehrlich, an diesem Tag wollte ich sie wirklich alle in den Abfluss gießen und zum nächsten Dönerladen laufen. Ich hatte keine Lust mehr. Im Büro war ich überhaupt nicht konzentriert. Ich stand wie neben mir. Gar kein schönes Gefühl. An diesem Tag war ich wirklich nicht produktiv. Auf meinen geliebten Catie Carrot habe ich mich schon gefreut, aber der konnte mir meine Gedanken von einem Döner auch nicht nehmen. Dann habe ich meinem Freund geschrieben und ihn gefragt, wie es ihm so geht. Er hatte nach dem zweiten Saft kapituliert. Und dann auch tatsächlich keinen mehr getrunken. Er hatte einen richtigen Würgereiz. Wir waren dann am hin und her diskutieren, ob wir abends einen Salat essen sollen. Wir hätten es ja schließlich fast geschafft. Aber dann halt auch nur fast. Ihr habt ja keine Ahnung, wie lange man über dieses Thema diskutieren kann, wenn man seit 5 Tagen nicht mehr gekaut und dauernd Hunger hat 😀 Wir haben uns dagegen entschieden. Und ich habe mich für früher Feierabend entschlossen. Abends zu Hause auf der Couch (für mehr war einfach keine Kraft mehr) hatte ich richtige Magenschmerzen. Es war wirklich nicht schön. Deswegen bin ich auch sehr früh ins Bett. Natürlich mit dem Hintergedanken: wenn ich wieder aufwache, darf ich essen! 😀

Wie erging es mir nach der Saft-Kur und was habe ich gegessen?

Der erste Morgen! Ich bin mit einem FETTEN Grinsen im Gesicht aufgewacht. Ich darf essen! Ich darf meine Zähne wieder benutzen und kauen. Was ein geiles Gefühl 😀 Unbeschreiblich! Als allererstes habe ich einen halben Apfel gegessen. Weil ich mal gelesen habe, dass das das Beste ist nach einer Entgiftung. Und dann eine halbe Scheibe Vollkornbrot. Mein Gott war das lecker. Mittags hatte ich mir einen leichten Salat mit ins Büro genommen und abends gedünstetes Gemüse und etwas Hähnchenbrust. Der Vorteil nach so einer Saft-Kur: du kannst echt nur noch super kleine Portionen essen. Und das ist auch immer noch so. Ein weiterer Vorteil: Ich habe keinerlei Gelüste mehr. Ich weiß natürlich nicht, ob die bald wieder kommen. Aber stand heute, keiner Gelüste auf Süßes oder meine geliebte Pasta. Ich hoffe ja sehr, dass das so bleibt. Der Nachteil: in den ersten 2 Tagen nach der Saft-Kur musste ich nach jeder Mahlzeit mir eine Toilette suchen. Ich glaube, mehr muss ich dazu nicht sagen 😀 Echt unangenehm! 

Mein Fazit nach 5 Tagen Saft-Kur!

Es ist hart. Es ist wirklich verdammt hart und nicht jedermanns Sache. Ich rate jedem, es sich gut zu überlegen. Man brauch einen starken Willen. Wenn man sich dafür entscheidet, sollte man auf jeden Fall 1-2 Tage vorher sich von Schon-Kost ernähren, um sich darauf vorzubereiten. Zudem sollte man sich die Anbieter genauer anschauen. Und dabei bloß nicht auf den Preis schauen. Ich finde die Säfte von Kale & me gut, aber auch nicht mehr. Ich war etwas von den Flaschen an sich enttäuscht. Ich hatte sie mir hochwertiger vorgestellt. Was jetzt aber auch kein Ausschluss-Kriterium gewesen wäre. Von den Säften hätte ich mir im Nachhinein mehr Kreativität gewünscht. Sie sind alle sehr Zitronenlastig. Sehr eintönig. Was es in den letzten Tagen der Kur sehr schwer macht. Ich hatte mir noch einen anderen Saft-Hersteller rausgesucht. Die Saft-Manufaktur aus Stuttgart. Ich hatte die mal auf einer Slow-Food-Messe gesehen. Die haben total kreative Säfte. Mit Cayenne-Pfeffer, Kurkuma oder Basilikum. Ganz toll. Ich war total begeistert. Leider hat mich der Preis zu diesem Zeitpunkt abgeschreckt. Es hätte direkt 100€ mehr gekostet. Heute würde ich mich für diese Saft-Manufaktur entscheiden. 

Würde ich es noch einmal 5 Tage machen?

Nein! Und schon gar nicht, wenn ich vorher noch nie so eine Saft-Kur gemacht habe. Das ist für den Anfang einfach zu lang. 3 Tage reichen vollkommen aus. Und das würde ich auch jedem raten. Auch wenn man total motiviert ist. Es ist einfach wirklich hart. 

Ich werde bestimmt irgendwann noch einmal eine Saft-Kur machen, die aber nur 3 Tage dauert.

Für mich war es trotz allem, der perfekte Einstieg in eine gesunde Ernährung. Ich esse kleinere Portionen und bin nicht von Heißhunger geplagt. 

Jetzt gilt es den Plan „Strandfigur 2017“ in die Tat umzusetzen! Der Start-Schuss ist gefallen! 🙂

 

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