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Zusammen träumen und schweigen

written by Desiree

Wer kennt es nicht? Viel Stress bei der Arbeit! Der nächste Urlaub nicht in Sicht! Man fühlt sich ausgelaugt. Aber was tut man dagegen?

Wir haben freitags morgens ein paar Klamotten zusammengepackt, Decken und Kissen ins Auto geschmissen und sind nach der Arbeit losgefahren. Wo wir hin wollten? Wir hatten keinen Plan. Das einzige was wir wussten: Wir müssen weg. Weg vom Alltag. Weg vom Stress. Weg von Verpflichtungen. 

Ein Hotel haben wir nicht gebucht. Wir wollten uns komplett frei fühlen. Decken und Kissen hatten wir ja dabei 😉

Also sind wir gegen 15 Uhr in Frankfurt losgefahren. Aber wohin? Wir wollten ein Eis 😀  Also haben wir Mister Google nach außergewöhnlichen Eisdielen gefragt und uns für die neue Eisdiele von Lukas Podolski entschieden.

Auf nach Köln! 

Die Fahrt dort hin war echt aufregend. Obwohl es „nur“ nach Köln ging. Aber dieses Gefühl, dass man eigentlich gerade erst entschieden hat ein Wochenende weg zu fahren und schon im Auto zu sitzen ohne zu wissen, wo es hingeht und wo wir nachts schlafen, war sehr aufregend. 

In der Eisdiele von Lukas Podolski haben wir einen Eis-Burger gegessen. Habe ich zuvor auch noch nie gesehen. Ein Brioche Brötchen mit 2 Kugeln Eis deiner Wahl. War mal was anderes 😉

Da standen wir nun. Mitten in Köln. In der Stadt. Konnten wir uns hier erholen? Mitten in einer Großstadt. Sehr viele Menschen um einen herum und sehr viel Trubel. Nein, das ist nichts für uns.

Also wieder ins Auto. Wir haben uns kurz angeschaut, gegrinst und wussten genau wo wir hin müssen um uns komplett entspannen zu können.

Wir fahren ans Meer!!!!!

Bis tief in die Nacht hinein sind wir gefahren. Bis wir mitten in der Nacht bei einem Hotel angehalten haben und nach einem Zimmer gefragt hatten. Und tatsächlich hatten sie auch noch eins frei. Also schnell Zahnbürste und frische Schlüpper eingepackt und ab ins Bett. 

Nach ein paar Stunden Schlaf ging es auch direkt weiter. 

Ziel: Timmendorfer Strand ♥

Morgens um halb 11 kamen wir dort an. Die Sonne hat geschienen, blauer Himmel und der Geruch von Meer in der Luft. Wir waren angekommen. Und es war so schön, dass ich es kaum in Worte fassen kann. 

Mit dem Handtuch unterm Arm und 2 Pfirsichen in der Hand sind wir Richtung Strand gelaufen. Nicht zum normalen Strand, sondern zum Hundestrand. Wart ihr schonmal dort? Es gibt nichts schöneres, als den Hunden beim spielen im Strand zuzuschauen. 

Wir haben das Handtuch ausgebreitet, die Schuhe ausgezogen, uns hingesetzt und einfach nur dem Meeresrauschen zugehört. Ich war total tiefen entspannt. Ein unglaubliches Gefühl. Und das binnen weniger Stunden. Unfassbar.

Nach einiger Zeit haben wir mit einem fetten Grinsen im Gesicht unsere Sachen wieder zusammengepackt und sind weiter gefahren. 

Nächstes Ziel: Malente

Warum ausgerechnet Malente? Weil ich die Wurzeln von meinem Jan kennenlernen wollte. Sein Vater ist dort aufgewachsen und er hat auch einen Großteil seiner Kindheit dort verbracht. Ein wunderschöner Ort. Jan zeigte mir das Haus seiner Großeltern und seine schönen Kindheitserinnerungen. 

Natürlich waren wir dort essen. Denn er träumt schon seitdem ich ihn kenne, von den Bratkartoffeln aus Malente. Die werden ganz besonders zubereitet und schmecken nur dort so gut. 😀 Und diese besagten Bratkartoffeln haben wir selbstverständlich mit Fisch gegessen. Es war himmlisch. 

Nach dem leckeren Essen wollten wir weiter nach Hamburg fahren. Doch mein Jan verlässt Malente nicht, ohne bei der Metzgerei Petersen vorbei zu schauen. 😉 Wirklich eine ganz tolle Metzgerei. Sie räuchern selbst und es ist alles mit sehr viel Liebe und Leidenschaft zubereitet. Schon von aussen ist es wunderschön. Und selbstverständlich sind wir mit vollen Taschen dort wieder raus. 

Nächstes Ziel: Hamburg ♥

Unsere absolute Lieblingsstadt. Auf dem Weg dorthin habe ich mich noch um ein Hotel und um eine Tischreservierung in unserem Lieblings-Sushi-Restaurant gekümmert. Am frühen Abend kamen wir dann im Hotel an, haben uns kurz umgezogen und dann ging es auch schon los zu HensslerHenssler ♥ Wir lieben Sushi und der Henssler hat das echt gut drauf 😉 Für uns war es der perfekte Abschluss eines wunderschönen Tages!

Am nächsten Morgen, eingekuschelt in diesem riesigen Hotel-Bett, haben wir uns überlegt, wo wir als nächstes hinfahren. Wir hatten ja noch den ganzen Tag Zeit und in Richtung Heimat wollte keiner von uns beiden fahren. Zudem wollte Jan unbedingt zu Niederegger und ein Stück Marzipantorte essen.

Nächstes Ziel: Lübeck

Also ging es wieder ein Stück nach oben. Nach Lübeck. Ein wirklich wunderschönes Städtchen. Nach einem langen Spaziergang durch die Stadt hat mein Jan dann auch endlich seine Marzipantorte bekommen 😀 Ich bin ja gar kein Marzipan-Fan. Ich habe lieber eine Erdbeer-Sahne-Rolle gegessen. Wenn schon ein Wochenende Urlaub, dann mit wirklich allen Vorzügen 😉

Nach dieser süßen Ablenkung wollten wir unbedingt nochmal ans Meer und unser Wochenend-Trip auch am Meer beenden.

Letztes Ziel: Travemünde

Vor einem Jahr waren wir schon einmal dort für einen kurzen Urlaub und haben uns total in den Ort verliebt. Es ist so wunderschön dort. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen. Wir hatten auch super Glück, dass die Sonne wieder den ganzen Tag geschienen hat und es richtig schön warm war. Nach einem langen Strandspaziergang haben wir uns dann an den Hafen gesetzt und die riesigen Schiffe beobachtet. Mich fasziniert das ja total. Da kann ich stundenlang zuschauen. Da vergesse ich total die Zeit, bin sehr in mich gekehrt und komme total runter. 

Zum Abschluss waren wir am Hafen noch einmal Fisch gegessen. Mit einer herrlichen Aussicht. 

Als wir wieder zu Hause waren und es unseren Freunden erzählt haben, was wir an dem Wochenende gemacht haben, haben viele mit dem Kopf geschüttelt und gesagt, dass es sich doch für ein Wochenende nicht lohnt, so viele Kilometer zu fahren. Und ich sage euch eins: Sie haben ja keine Ahnung!!!!

Natürlich haben wir viele Stunden im Auto gesessen. Aber waren das verlorene Stunden? Nein! Ich habe mit meinem Jan tolle Gespräche geführt. Solche Gespräche, die im Alltag zu Hause gerne mal zu kurz kommen. Wir haben zusammen geträumt und zusammen geschwiegen. Es war toll! 

Natürlich ist die Hausarbeit liegen geblieben. Dann sauge ich halt ein ander mal und putze das Bad wenn ich wieder zu Hause bin. Und das tue ich nach so einem Wochenende sogar mit einem Lächeln im Gesicht.

Im Grunde hatten wir vielleicht 2 Tage. Angefühlt hat es sich aber wie 4 Tage. Dadurch, dass wir an den 2 Tagen an 6 verschiedenen Orten waren und keinerlei Zeitdruck oder ähnliches hatten, kam es uns viel länger vor. Und genau das ist es doch. Das Gefühl für Zeit zu verlieren und so abzuschalten, dass du gar nicht merkst, dass es eigentlich nur ein Wochenende war.

Ich kann es jedem nur empfehlen, einfach ein paar Klamotten einzupacken und los zu fahren. Freier kann man sich kaum fühlen. Erkundet unser wunderschönes Land. Wir haben hier so tolle Ecken in Deutschland. Es muss nicht immer ins Ausland gehen. Deutschland ist wunderschön!

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